An dieser Stelle veröffentlichen wir, die SPD Brüggen, das was von der Rheinischen Post nur am Rande in einem Satz des Artikels über die konstituierende Sitzung des Gemeinderats erwähnt wurde.

Georg Rumi eröffnete die Ratssitzung als Altersvorsitzender und vereidigte unseren Bürgermeister, dabei richtete er folgenden Appel an die neuen und wiedergewählten Ratsmitglieder:

Liebe Ratskolleginnen und Ratskollegen!

Wir, die von den Brüggener Wählerinnen und Wählern in unser Amt gewählten Ratsmitglieder, nahmen und nehmen natürlich unsere Aufgabe sehr ernst.

Beiträge und Impulse, die aus der Bürgerschaft für die Entscheidungsprozesse des Rates und seiner Ausschüsse einflossen, waren größtenteils von den Mitgliedern des Gemeinderats irgendwo aufgeschnappt worden und wurden immer mit größter Wertschätzung verarbeitet. Dabei wurde nicht immer wert darauf gelegt, wer oder welche Partei oder Gruppe die Anregung eingebracht hatte. Das kam erst später. Lassen Sie mich aber auch vor idealisierenden Vorstellungen warnen: Am Ende eines Diskussionsprozesses steht immer eine demokratische Abstimmung. Die Entscheidungen können hier auch in eine vom Einzelnen als falsch empfundene Richtung laufen. Winston Churchill hat einmal gesagt: „Demokratie ist die Notwendigkeit, sich gelegentlich den Ansichten anderer Leute zu beugen.“

Ein weiteres ganz bedeutendes Wesensmerkmal der Kommunalpolitik ist daher für die Bürgerinnen und Bürger wichtig verinnerlicht zu werden, um Enttäuschungen im Umgang mit Entscheidungsprozessen vorzubeugen: Kommunalpolitik ist alleine dem Gemeinwohl verpflichtet, das Wohl des Einzelnen ist demgegenüber nachrangig zu betrachten, wenn es an der ein oder anderen Stelle zum Gemeinwohl im Widerspruch steht. Ob die jeweils getroffenen Mehrheitsentscheidungen dann am Ende auch wirklich inhaltlich die richtigen Entscheidungen sind, zeigt in den meisten Fällen erst die Zukunft. Auch das liegt im Wesen der Demokratie begründet.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, ich wünsche Ihnen auch im Namen des Rates und auch ganz persönlich bei Ihrem Amt als Bürgermeister die notwendige Ruhe und Gelassenheit beim Denken und beim Fühlen, die erforderliche Klarheit und Durchsetzungskraft und den Mut Neues zu wagen.  Und auch Gefühle ernst zu nehmen, damit wir alle wieder leichter zur Vernunft kommen.

Georg Rumi

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